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Auf den Spuren der Schwarzwalduhr

10 Dezember 2010 Allgemein | Comments
Auf den Spuren der Schwarzwalduhr
 

Was sind ihre Pläne für das nächste Wochenende oder Ferien? Warum verfolgen sie nicht mal die Spuren der Schwarzwalduhr? Sie werden einige der schönsten Naturgebiete im Schwarzwald reisen.

Der Weg ist fast 300 Kilometer lang und führt durch die schönste Landschaft im Schwarzwald. Natürlich meinen wir den Weg der Schwarzwalduhr, eine der attraktivsten Reisen für Touristen neben der Romantischen Route und der Schwäbisch Barock Route. Wie Perlen auf einem Faden werden sie so schöne Orte finden wie Triberg, Furtwangen, St. Märgen, Eisenbach oder Titisee-Neustadt. Und für den Experten sind auch Namen wie Waldau, Schoenwald oder Villingen-Schwenningen ein Begriff.

Die Stadt Furtwangen ist nun schon lange das Zentrum der Schwarzwalduhr. Heute ist das Museum weltweit bekannt. Die ältesten deutschen Uhrensammlungen stammen aus der Uhrmacherschule, die hier im 19. Jahrhundert gegründet wurden. Der erste Direktor war Robert Gerwig. 1852 hat Gerwig Leute überredet alte handgeschnitzte Uhren zu behalten und zu sammeln. Dadurch hat er eine der ersten Stücke der Furtwanger Sammlung zusammengetragen die jetzt aus über 4000 Stücke besteht.

Nicht weit von dort liegt der wunderschöne Urlaubsort Schoenwald, wo der Erfinder der ersten Kuckuckuhr Franz Kellerer lebte. Er war der erste der es schaffte den Ruf des Kuckucks zu imitieren.

Der Name Triberg ist sehr verbunden mit dem nahe liegenden Wasserfall. Wenn sie dort morgens ankommen, werden sie am Eingang von vielen Eichhörnchen begrüßt, die darauf warten gefüttert zu werden. In dieser Stadt lebt der einzige verbleibende Kuckucksuhrmacher der die komplette Uhr produziert: Uhrwerk, Haus und Schnitzereien. Das Schwarzwaldmuseum in Triberg ist auch einen Besuch wert. Sie sollten nicht vergessen sich die größte Sammlung antiker Schwarzwalduhren und anderer interessanter Gegenstände  anzusehen. Das Museum befindet sich gleich über dem Eingang zum Wasserfall.
Wenn sie aus der süßen kleinen Stadt hinausfahren, erreichen sie sehr schnell Schonach, die nur ein paar Kilometer weiter oben auf einem höher liegenden Hügel. Schonach ist eines der Zentren für Kuckucksuhrmacher.

Wenn sie der Strasse durch Hornberg hindurch fahren werden sie Schramberg erreichen –  die fünf Hügel Stadt – und Zuhause von Junghans. Der Ruf dieser Firma ist auf die Funkuhren die sie produzieren. Sie sollten die einzigartige Sammlung von Industrieuhren im Stadtmuseum nicht auslassen. Die sorgfältig ausgewählten Beispiele früherer Methoden der Produktion und Arbeitsweisen die dem Besucher einige interessante Informationen über die sozialen ökonomischen Geschichte aus dieser Gegend.

Königsfeld befindet sich 800 Meter über dem Meeresspiegel und ist ein beliebter Wohn- und Ferienort für ältere Leute, denn es bietet ungefähr 200 Kilometer Wanderwege. Und hier im Zentrum finden sie auch die Uhrenfabrik von Peter Auber. Er hat ein Talent für alte Uhren mit handbemalten Schildern, die von alten Modellen nachgemacht wurden. Er hat sogar die berühmte Sorg-Uhr aus Neustadt nachgebaut.

Ein paar Kilometer von Königsfeld führt der Weg nach Villingen-Schwenningen, das allerwichtigste Zentrum der Schwarzwalduhr in der Vergangenheit. Speziell Schwenningen wurde früher als größte Uhrmacherstadt auf der Welt. Sie sollten auch die beiden Museen mit verschiedenen Uhren. Sollten sie sich für die Geschichte des Weckers interessieren müssen sie sich auf jeden Fall die ersten Beispiele von Industrieuhren die sich in der alten Buerk-Fabrik befinden. In nur kurzer Zeit werden sie Trossingen erreiche, welches wirklich nicht weit weg und Trossingen ist ein Paradies für Handarbeit Liebende die ihre eigene Uhr herstellen möchten. Die Firma Selva stellt eine große Auswahl von mehr als 10 000 Produkten, wo der Hobby Uhrmacher fast alles was er braucht finden kann, sei es ein Pendel, ein Gewicht oder ein Zahnrad.

Aber zurück zu dem Anfang der Schwarzwalduhr: Der Weg der Uhr führt nun endlich durch Eisenbach, wo Johann Baptist Beha eine seiner berühmten Tischuhren gebaut hat. Im Hotel ‚Bad‘ können sie seine Weltzeituhr bewundern von 1865, die stolz von seinen Nachkommen bewahrt wird.

Zum Schluss kommen wir in der Gegend um Titisee-Neustadt an. Es wird gesagt Titisee ist die Wiege der Schwarzwalduhr. Hier ist das Zuhause der berühmten ‚Jockele‘ oder ‚Sorg‘-Uhren – die Lieblingsstücke eines jeden Sammlers. Sogar das nahe liegende Lenzkirch war früher ein wichtiges Center für Uhrmacher.

Sie können ihren ‚Weg auf den Spuren der Kuckucksuhr‘ an vielen Orten beginnen, zum Beispiel St. Märgen oder St. Peter in der Barockzeit. Sogar Waldkirch, wenn auch in Breisgau, ist eine Uhrmacher Stadt mit alter Tradition.

Bild: Katja Gehrke